Kaltgerührte Seife
In Genf hergestellt, in kleinen Chargen, ohne die Masse zu erhitzen.
Die Kaltverseifung ist die langsamste und teuerste Art, Seife zu machen. Sie ist auch die einzige, bei der das entstehende Glycerin in der Seife bleibt — jenes Glycerin, das die Industrie herauslöst und anderweitig verkauft.
Was „kalt“ wirklich verändert
Industrieseife wird gekocht und ausgesalzen; das Glycerin geht mit dem Waschwasser verloren. Kaltgerührte Seife kommt nie über Raumtemperatur, das Glycerin bleibt drin — etwa 8 % des Fertiggewichts. Deshalb löst sich handgemachte Seife in einer schlecht abtropfenden Schale schneller auf, und deshalb trocknet sie die Haut nicht aus.
Überfettung als bewusste Entscheidung
Wir geben stets etwas mehr Öl zu, als die Lauge umsetzen kann. Dieser Überschuss bleibt frei in der Seife und pflegt die Haut beim Waschen. Unsere Rezepturen liegen zwischen 6 und 9 %.
Vier Wochen Reifezeit
Nach dem Gießen ruht die Seife einen Monat. Die Reaktion klingt aus, Wasser verdunstet, das Stück wird hart. Zu früh verkauft ist sie weich und nach zwei Wochen aufgebraucht.
Woran erkennt man echte kaltgerührte Seife?
Die INCI-Liste beginnt mit verseiften Ölen — „Sodium Olivate“, „Sodium Cocoate“ — und nicht mit „Sodium Palmate“ und einer Reihe von Tensiden. Die Überfettung ist angegeben.























